Jahreshauptversammlung 2019 des Löschzuges Hoetmar

Marina Austerhoff ist Feuerwehrfrau des Jahres

Sein 100-jähriges Bestehen hat der Löschzug Hoetmar im vergangenen Jahr gefeiert. „Das war ein gelungenes Fest“, bilanzierte Löschzugführer Willi Kottenstedde am Samstag auf der Generalversammlung im Gerätehaus.

Im Gedächtnis bleiben wird den Löschzugmitgliedern indes auch der Einsatz beim Großbrand auf dem Hof Schwienhorst, wo man dank einer massiven Riegelstellung das Übergreifen des Brandes auf andere Gebäude verhindern konnte. Für die schnelle und beherzte Hilfe dankte Paul Schwienhorst als Bruder des Hofeigentümers bei der Generalversammlung: „Es ist gut zu wissen, dass wir solch einen Löschzug an unserer Seite haben.“
Dankesworte, denen sich auch Monika Walter-Kaiser in ihrem Grußwort der Politik anschloss. „Die Notrufe, die an euch rausgehen, haben viele Gesichter und sind oft mit unermesslichem Leid verbunden.“ Deshalb mache es sie wütend, wenn immer öfter Rettungskräfte behindert, bepöbelt oder sogar angegriffen würden. Der Hoetmarer Löschzug sei auch abseits vom Einsatzdienst im Dorfleben stets mit dabei und packe tatkräftig mit an, würdigte die SPD-Politikerin.
Das gilt auch für Marina Austerhoff. Die Leiterin der Kinderfeuerwehr erhielt die Auszeichnung als Feuerwehrfrau des Jahres im Löschzug Hoetmar. Dass der Festausschuss damit die richtige Wahl getroffen hatte, unterstrichen die Feuerwehrleute mit anhaltendem Applaus.

Als Feuerwehrfrau des Jahres wurde Marina Austerhoff,

die Leiterin der Kinderfeuerwehr, ausgezeichnet.


Ausgezeichnet wurden am Samstag auch André Füllenkemper, Nils Recker, Bernhard Thüsing und Alexander Volkmer, die allesamt in 2019 keinen Dienstabend verpasst hatten und sich nun auf einen Wasserski-Tag in Beckum freuen dürfen.

Die Hundertprozentigen: (v. l.) Bernhard Thüsing, Nils Recker, André Füllenkemper

und Alexander Volkmer verpassten im Jahr 2019 keinen einzigen Dienstabend.


Ein Präsent gab es auch für Josef Mertens, der sein Amt als Gerätewart zur Verfügung stellte. Zum Nachfolger wurde Nils Recker gewählt. Einmütig bestimmte die Versammlung zudem Tobias Tertilt zum neuen Festausschuss-Mitglied sowie Sven Werdelhoff zum neuen Kassenprüfer und nahm Philipp Tertilt (Bild) als Mitglied in den Löschzug auf, der derzeit seine Grundausbildung in Ennigerloh absolviert.
Unterstützt wird der aktive Löschzug von der Ehrenabteilung. „Die Hilfe aus euren Reihen ist uns gewiss“, dankte Löschzugführer Willi Kottenstedde den ehemals aktiven Wehrleuten. Sprecher Theo Vogel-Hanhoff berichtete auf der Versammlung von den Aktivitäten der Ehrenabteilung wie den monatlichen Treffen oder der Fahrt zum Übungsgelände des Instituts der Feuerwehr in Münster.

 

Die Aufgabe als Gerätewart übergab bei der

Versammlung (v. l.) Josef Mertens an Nils Recker.

1411 Stunden bei 32 Einsätzen geleistet

„2019 war ein anstrengendes, aber erfolgreiches Jahr“, ist Willi Kottenstedde überzeugt. Der Hoetmarer Löschzugführer blickte während der Generalversammlung zufrieden zurück auf die Leistung der Kameraden bei der Bewältigung der 32 Einsätze des Jahres, bei denen 1411,5 Einsatzstunden geleistet worden waren.
Neben einem Großeinsatz beim Brand eines Schweinestalls war die Wehr auch bei Verkehrsunfällen sowie zur Unterstützung benachbarter Löschzüge im Einsatz, wie Andrea Ohlmeier bei der Verlesung des von Nils Tertilt erstellten Jahresberichtes verdeutlichte. Gleich zwei Mal waren die Feuerwehrleute zudem gefordert, eine Katze aus einem Baum zu retten. „Der Klassiker“, schmunzelte da auch Christof Amsbeck.

Löschzugführer Willi Kottenstedde blickte aufs Jahr zurück.


In seinem Grußwort dankte der Leiter der Feuerwehr Warendorf den Mitgliedern des Löschzugs Hoetmar für ihren Einsatz in der täglichen Gefahrenabwehr und für gelebte Kameradschaft: „Wir werden oftmals mit extremen, teils lebensbedrohlichen Situationen konfrontiert, in denen wir uns aufeinander verlassen können müssen – unabhängig davon, ob wir vorher Meinungsverschiedenheiten hatten, welche politische Ausrichtung oder welchen Dienstgrad wir haben.“

Wehrleiter Christof Amsbeck sprach ein Grußwort.


Zusammen mit seinen Stellvertretern Lars Recker und Olaf Schröder zeichnete Christof Amsbeck auch die erfolgreichen Teilnehmer des Feuerwehr-Leistungsnachweises aus. Das Leistungsabzeichen in Bronze für einmalige erfolgreiche Teilnahme erhielten Arthur Kloos, Alexander Volkmer und Simon Volkmer, das Leistungsabzeichen in Silber für dreimalige erfolgreiche Teilnahme ging an Stephan Werdelhoff und das Leistungsabzeichen in Gold auf grünem Grund für 20-malige erfolgreiche Teilnahme an Lars Recker.

Für die erfolgreiche Teilnahme am Leistungsnachweis wurden (v. l.) Stephan Werdelhoff,

Alexander Volkmer, Simon Volkmer, Arthur Kloos und Lars Recker ausgezeichnet.


Aus der Arbeit der Kinderfeuerwehr berichtete Marina Austerhoff. 33 Kinder gehören der vor rund drei Jahren gegründeten Kinderwehr mittlerweile an. Eine Hydrantenrallye, die Übernachtung im Gerätehaus, aber auch die Beteiligung am Jubiläumswochenende gehörten zum Jahresprogramm. „Gemeinsam können wir den Mädchen und Jungen die Feuerwehr näherbringen“, dankte Austerhoff für die Unterstützung des Löschzuges. Dass die Kinder mit Begeisterung bei der Sache sind, zeigt die Anwesenheitsquote, die 2019 bei 86 Prozent lag.

 

Quelle: Die Glocke

Sonntag, 23. Februar 2020

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